Der Geheimcode der Natur

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Die Natur ist recht außergewöhnlich, in gewisser Weise sogar seltsam komisch. Sie ist oft überraschend simpel und frappierend unkompliziert in allem, was sie tut, aber gleichzeitig sind die Umwelt, der Planet Erde und das ganze Universum unglaublich komplex und kompliziert in ihrer immensen Ausdehnung und ihrer scheinbar endlosen Unendlichkeit. Das scheint ein Widerspruch, aber vielleicht täuscht dieser Eindruck.

Fibonacci 2

Wenn man viel Zeit auf dem Ackerland verbringt, wie wir dies täglich bei Son Alegre auf unserem Weingut tun, und das schließt auch sonntags und Feiertage ein, dann ist man in ständigem Kontakt mit den Wundern der Natur, den Elementen, dem Wind, dem Wetter, den Auswirkungen der Sonne, des Mondes, der Sterne und der Planeten. Hier existiert ein vitales Pflanzenleben der Flora und es gibt eine unermüdliche Aktivität von Tieren und Fauna. Rundum sind wir Tag und Nacht von einem Summen umgeben, einer ständigen Bewegung von kleinen Kreaturen, Ameisen, Käfern, Insekten, Würmern, Schmetterlingen, Bienen, Vögeln, Tauben, Fasanen und Wildtieren wie Kaninchen, Katzen, Igeln, Mäusen und anderen Nagetieren, und so weiter.

Fibonacci 8

Die Arbeit auf dem Land und im Weingut gibt uns die Möglichkeit, zu beobachten und zu lernen. Man kann nicht umhin, zu bemerken, dass die Natur nicht unserem menschlichen Rhythmus, unserer Uhr oder unserem Kalender folgt. In der Natur gibt es keinen Vierundzwanzig-Stunden-Rhythmus, es gibt keine Sieben-Tage-Takt, es gibt keine Sommerzeit und es gibt keinen Urlaub oder festliche oder sonstige Feiertage. Natur und Pflanzen, Bienen, Ameisen und Mykorrhizae sind fortwährend damit beschäftigt, ihre Arbeit zu verrichten, nur von Tageslicht und Sonne, Mond und Sternen geleitet, kaum aus der Ruhe gebracht von Wind oder Regen, nur manchmal unterbrochen von Stürmen oder Hagel, gelegentlich aus der Bahn geworfen durch Fluten oder Überschwemmungen.

Fibonacci 11

Die Natur macht an Sonntagen keine Pause, und Ameisen, Würmer und Schmetterlinge sind nicht im achtstündigen Arbeitstakt tätig; sie haben keinen Anspruch auf Krankentage oder gar auf Urlaub. Sie alle sind kontinuierlich, Tag für Tag, ganz ohne Ruhetag, von morgens bis abends beschäftigt, und dann schon wieder am nächsten Tag. Unsere Schafe verlangen ihr Futter, ebenso wie unsere Schweine, egal, ob am Werktag oder am Sonntag; sie würden sich wundern, wenn sie ihr Futter oder ihr Wasser nicht zu der gewohnten Stunde bekommen würden.

Fibonacci 10

Während wir das Geschehen rund um uns beobachten, können wir unweigerlich erkennen, dass es Muster, Strukturen und Schemata gibt, innerhalb derer sich die Natur bewegt und entwickelt. Man kann Regeln, Vorschriften, ein Ordnungssystem sozusagen, erkennen, das sich stets wiederholt. Man könnte sagen, dass allem ein Code zugrunde liegt, ein geheimer Kanon. Dieser Geheimcode scheint Form, Gestalt und Verhalten der Natur zu regeln und die Art und Weise zu bestimmen, wie Dinge geformt sind und wie Dinge wachsen. Die Anordnung alles Organischen und die Struktur von Pflanzen und Tieren scheinen insgesamt einer Regel zu folgen, die vielleicht am besten durch die Form einer Spirale erklärt werden kann. Das Spiralmuster einer Schnecke kommt diesem Muster am Nächsten, das am besten die Art und Weise darstellt, wie die Natur sich selbst organisiert.

Fibonacci 13

Der italienische Mathematiker Leonardo Pisano Bigollo, der besser als Fibonacci (ca. 1175-1250) bekannt ist, war vielleicht der erste, der diesen geheimen Code entdeckte (obwohl man darauf hinweisen muss, dass schon vor ihm indische Mathematiker im 6. Jahrhundert auf diese Sequenz aufmerksam gemacht haben). Die Fibonacci-Formel, auch Fibonacci-Sequenz genannt, wird in einer mathematischen Formel ausgedrückt: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, 377, 610, 987, ad Infinitum.

Fibonacci 12

Man könnte die Fibonacci-Sequenz das Ordnungszahlenmuster der Natur nennen. Es scheint überall in der Natur zu erscheinen, von der Blattanordnung der Pflanzen oder von der Zweiganordnung der Bäume bis zur Anordnung der Blütenblätter, den Schuppen eines Tannenzapfens und der Schuppenrinde einer Ananas. Das Fibonacci-Prinzip scheint den Aufbau jedes Lebewesens, einschließlich der einzelligen Lebewesen, zu bestimmen, einer Weizenähre etwa oder eines Bienenstocks und sogar des Körperbaus des Menschen und der Menschheit. Selbst die Milchstraße scheint sich in der gleichen Form oder im gleichen Muster anzuordnen, und auch Spiralgalaxien (Spiralnebel) folgen dem gleichen Fibonacci-Spiralmuster. Diese Zahlenfolge und dieses Anordnungsmuster wird häufig als Goldener Schnitt oder Goldene Zahl bezeichnet.

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Was hat all das mit Wein zu tun ist, könnte man sich fragen?

Nun, wenn Sie organischen Wein erzeugen, wie wir bei Son Alegre tun, gibt es keine Frage, dass die Natur die leitende Kraft sein muss. Wir kultivieren unser Weingut nach den Prinzipien von Masanobu Fukuoka (1913-2008), was eine „totale Achtung vor der Natur und der Umwelt“ bedeutet. Unser Weingut ist ein perfektes Beispiel dafür, wie die Natur sich selbst sieht. Wir lieben unsere Arbeit und unser Weingut. Wir danken jedem Stein, jedem Zweig, und jedem Tier oder Insekt. Wir bedanken uns für ihren Beitrag und ihre Mitarbeit, die diesem Weingut ermöglicht, die Reben und Trauben zu produzieren und uns die Möglichkeit gibt, 100% Bio-Wein in der bestmöglichen Qualität zu erzeugen. Nur durch Respekt und Liebe zur Natur können wir das Gleichgewicht und die Harmonie finden, die wir alle verloren haben und die wir so sehr brauchen.

Fibonacci 18

Die besonderen Witterungsverhältnisse unseres Landguts geben unserem Wein die einzigartigen und besonderen Merkmale, die er aufweist. Während der heißen Sommermonate reagiert die kalte Luft vom Meer kommend mit der wärmeren Luft, die durch den Kontakt mit der warmen Erde erwärmt wurde, und diese Begegnung erzeugt während der heißen Nachmittage einen frischen Luftstrom. Man neigt vielleicht dazu, zu glauben, dass es die Traubenart ist, die unserem Wein den Geschmack verleiht, wenn es wirklich der Boden ist, auf dem die Trauben angebaut werden, der die besonderen Geschmacksmerkmale des Weines erzeugt. Dies geschieht aufgrund der Typologie des Bodens, der Bereitstellung einiger elementarer Nährstoffe für die Reben und auch teilweise aufgrund des Mikroklimas unserer Landschaft am Fuss der Serra de Llevant.

Fibonacci 17

Der Mondkalender ist für Son Alegre ein sehr wichtiges Instrument unserer Arbeit. Indem wir die Phasen des Mondes beobachten, wie es unsere Vorfahren schon immer getan haben, beachten wir die günstigste Zeit für die Beschneidung unserer Bäume und Rebstöcke, für das Veredeln von Pflaumen auf Mandelbaumzweigen, das Anpflanzen neuer Bäume, die Aussaat von Getreide, die Ernte unserer Trauben, das Besamen von Schweinen, Schafen oder Eseln, oder sogar das Schneiden unserer Haare. Die Natur kreiert und gibt Frieden, unterstützt uns und hilft uns, einen ausgewogenen Gleichgewichtszustand zu finden, genau das, was in unserer Zeit so dringend gebraucht wird.

Fibonacci 16

Wir kultivieren Reben auf Son Alegre auf 12 Hektar am Rande von Santanyí, in der Gegend zwischen Son Danus und Ses Angoixes. Für uns ist das Wachstum der Trauben eine Gelegenheit, unsere Faszination für die wunderbare Komplexität der natürlichen Umwelt zu leben. Wir verwenden die klassischen Methoden der Praxis im Weinbau und in der Önologie. Die Traubenernte wird nur von Hand und in Kisten durchgeführt, das Pressen erfolgt auf traditionelle Weise, die Gärung wird mit einheimischen natürlichen Hefen erleichtert und die Fässer für den Alterungsprozess unseres Rotweins wurden aus französischer Eiche hergestellt.

Und all das macht einen besseren Wein. Zumindest glauben wir das.

Fibonacci 15

Wir präsentieren Pep Costa 2015, unseren neuen, eleganten Weißwein

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Unser neuer, eleganter Weißwein aus der Saison 2017 ist Josep Costa Ferrer gewidmet, dem Gründer von Cala d’Or. Wir bewundern die visionäre Weitsicht von Pep Costa und schätzen uns glücklich, dabei zu sein, wenn er im Spätsommer dieses Jahres (11. August 2017) zum Hijo adoptivo de Santanyí (Adoptivsohn von Santanyí) ernannt werden wird. Das Foto unten zeigt Josep Costa Ferrer und seine Frau Modesta Gispert Vilardebó im Jahr 1905.

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Unser neuer, samtig weicher Weißwein Pep Costa 2015 blanc wurde aus biologischen Trauben der Rebsorte Giró Ros gekeltert, einer einheimischen Rebsorte Mallorcas. Die Rebstöcke waren 4 Jahre alt, als die Trauben Ende August 2015 von von Hand gepflückt wurden. Son Alegre ist eines der wenigen Weingüter Mallorcas, das die Kultivierung aller Reben nach den EU-Richtlinien der ökologischen Landwirtschaft und nach den Erkenntnissen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft betreibt. All unsere Weine werden von der CBPAE kontrolliert (Consell Balear Regulador de l’Agricltura Ecològica – Balearischer Rat für biologische landwirtschaftliche Produktion).

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Das Keltern und der Reifeprozess dieses Weines wurden bei einer kontrollierten Temperatur von zwischen 16 und 18° C während des Fermentationsvorgangs vorgenommen, mit einer Mazerationsdauer von 21 Tagen. Die Gärung erfolgte in doppelwandigen Edelstahltanks mit Temperaturkontrolle. Der Wein reifte 10 Monate lang in diesen Tanks und weitere zehn Monaten in der Flasche. Der Wein wurde im Februar 2017 in Flaschen abgefüllt. Der Alkoholgehalt beträgt 11,8% Vol. Lediglich 4.000 Flaschen konnten insgesamt produziert werden. Wir würden gerne eine grössere Menge von diesem Wein herstellen, aber wir sind noch ein junges und nur sehr kleines Weingut. Dennoch sind wir dankbar für das, was wir in den ersten fünfzehn Jahren unseres Bestehens erreichen konnten.

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Der Pep Costa 2015 Weißwein wird am besten bei einer Temperatur von 8-10° C serviert und ist ideal für die heißen Sommertage in unserem Mittelmeerraum und das Ambiente unserer schönen Isla de la Calma. Der Wein ist angenehm und elegant mit einer frischen und vollen Geschmacksnote. Sein Farbton ist hellgelb und klar. Das Aroma erinnert an frisches weißes Obst. Am Gaumen ist der Wein samtig weich mit einer guten Balance zwischen Alkohol und frischem Säureanteil. Der Pep Costa 2015 Weißwein hat einen runden Charakter. Der Wein kann ganz alleine getrunken werden, oder in der Gesellschaft guter Freunde, mit Vorspeisen, Käse oder Tapas, mit Fisch oder Meeresfrüchten, mit Huhn oder weißem Fleisch, mit Nudeln oder Reis, sowie mit vegetarischen Gerichten.

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Bei Son Alegre pflegen wir stets all unsere Trauben sowie alle anderen landwirtschaftlichen Produkte mit größtmöglicher Rücksicht auf die Natur unter Respektierung unseres Landes und unseres Bodens. Dabei folgen wir den biodynamischen Prinzipien Rudolf Steiners sowie den Richtlinien von Masanobu Fukuoka und Bruce Charles „Bill“ Mollison, deren Methoden der natürlichen Landwirtschaft und der Permakultur einer Landwirtschaft auf organisch-biologischer Basis wir befürworten. Wir erlauben es der Natur, ihre integrierte und holistische Funktion zu erfüllen, obwohl dies gelegentlich zu geringeren Ertragsmengen und zu einer reduzierten Gewinnspanne führen kann. Aber das Gewinnstreben war und ist nie unser Hauptanliegen; unser Hauptziel ist und bleibt die Qualität.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind stolz darauf, unseren neuen Bio-Weißwein vorzustellen: Ramon Lo Foll 2016

Weingut Son Alegre präsentiert den neuen Bio-Weißwein, Ramon Lo Foll 2016.

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Der neue Bio-Weißwein der Saison 2017 ist Raimundus Lullus gewidmet, dem mallorquinischen Schriftsteller, Philosophen, Lehrer und Mystiker des 13. Jahrhunderts, dessen 700. Todestages im vergangenen Jahr gedacht wurde. Er nannte sich selbst scherzhaft Ramon Lo Foll (Ramon der Narr). Wir bewundern Ramon Llull und seine umfassende Art und Weise, die Welt zu betrachten. Er war einer der großartigsten Denker, die Mallorca je hervorgebracht hat, und wir freuen uns, dieser hervorragenden Persönlichkeit unsere Ehrerbietung zu erweisen.

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Unser neuer Ramon Lo Voll 2016 Bio-Weißwein ist eine Komposition aus biologisch angebauten Chardonnay-, Giró Ros- und Malvasía-Trauben zu gleichen Anteilen. Unsere Rebstöcke waren zum Zeitpunkt der Ernte zwölf Jahre alt. Alle Trauben wurden Ende August 2016 sorgfältig von Hand gelesen. Vinya Son Alegre ist eines der wenigen Weingüter Mallorcas, die alle ihre Reben und ihr gesamtes Land nach EU-ökologischen Landwirtschaftsstandards und den Prinzipien der biologisch-dynamischen und nachhaltigen Landwirtschaft pflegen. Wir respektieren die vorhandene Harmonie der Natur. Wir bewirtschaften unseren Boden auf nachhaltige Art und Weise und respektieren das vorhandene Ökosystem unter Beachtung der Abhängigkeiten von Organismen und deren Umgebung. Infolgedessen belassen wir unseren Boden ungestört und pflügen unser Land nicht.

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Unser junger Bio-Weißwein wurde bei kontrollierter Temperatur von zwischen 16 und 18° C während der Fermentierung mit einer Mazerationsdauer von 20 Tagen gekeltert. Die Gärung erfolgte in Edelstahltanks. Der Wein reifte für sechs Monate in diesen Tanks sowie für weitere zwei Monate in der Flasche. Der Wein wurde im März 2017 abgefüllt. Der Alkoholgehalt beträgt 12,5% Vol. Es wurden nur 8.000 Flaschen produziert. Natürlich würden wir gerne mehr von diesem Wein in den Verkauf geben, aber wir sind nur ein kleines Weingut. Menge ist nicht unser Hauptanliegen. Unser Bestreben ist die Qualität, sowie ein wirkliches Respektieren unseres Bodens bei höchstmöglicher Anerkennung von Natur und Umwelt. In jedem Fall sind wir dankbar für das, was wir bei Son Alegre in den letzten Jahren erreichen konnten, seit wir unser Weingut gründeten.

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Der Ramon Lo Foll 2016 Bio-Weißwein sollte bei einer Temperatur von 8° C serviert werden und eignet sich gut für das mediterrane Klima und die besondere Lage Mallorcas. Der Wein ist frisch am Gaumen und wirkt erfrischend. Der sanfte Farbton ist hell und klar. Der Wein hat eine ausgeprägte Persönlichkeit und kann allein oder im Beisammensein mit guten Freunden getrunken werden. Er eignet sich gut als Getränk zu kleinen Snacks oder Käse, zu frischem Fisch oder Huhn, zu weißem Fleisch, Nudeln oder vegetarischen Gerichten. Und trinken Sie bitte stets nur in Maßen.

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Salut.

Die Erde hat das letzte Wort

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Unser Miquel Manresa von Son Alegre wurde vor kurzem gebeten, der neuen Zeitschrift ConCiencia ein Interview zu geben, die in Palma monatlich veröffentlicht wird, nun erst im zweiten Monat. Das Interview wurde in der Dezemberausgabe 2016 unter der Überschrift ‚La tierra tiene la última palabra‚ (‚Die Erde hat das letzte Wort‘) veröffentlicht. Wir von Son Alegre freuen uns sehr über diese Veröffentlichung und möchten Ihnen hier die Gelegenheit geben, sie selbst zu sehen und zu lesen.

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Für diejenigen, die sich mit der spanischen Sprache vielleicht etwas schwer tun, geben wir das Interview in einer Übersetzung wieder:

DIE ERDE HAT DAS LETZTE WORT

Weingut Son Alegre

Der Inhaber des Weinguts Son Alegre, Miquel Manresa, führte uns stolz über sein Weinbaugebiet, das ein perfektes Beispiel dafür ist, wie die Natur imstande ist, sich um Alles selbst zu kümmern.

Unser Spaziergang beginnt mit dem Hören der ‚Klänge der Erde‘. Dieser Mann ist in den Weinbau und in seine Arbeit verliebt; er lässt uns an seinem Dialog mit der Natur teilhaben. Er spricht mit jedem Stein, mit jeder Strauch und mit jedem Tier oder Insekt, um allen für ihren jeweiligen Beitrag und ihre Mitarbeit zu danken, da erst durch sie die Obstproduktion auf diesem Anwesen ermöglicht wird, und uns so den besten 100% ökologischen Wein gibt.

Das Land macht den Prozess der Bodenkultivierung ganz alleine. Es gibt keine Notwendigkeit für uns Menschen, zu tun, was das Wurzelsystem, die Würmer und die Mikroorganismen viel besser selbst tun können. Der Vorgang des Pflügens des Bodens verändert zudem die natürliche Beschaffenheit der Erde und der gesamten Umwelt und fördert so das Wachstum von Unkraut. Miquel vermittelt uns mit seiner resoluten Überzeugung, dass wir nur durch Respekt der Natur und Liebe zur Natur das Gleichgewicht und die Harmonie finden können, die wir häufig schon verloren haben und die wir heutzutage so dringend brauchen.

Miquel erklärt uns ausserdem, dass der Weinbau nach den Prinzipien von Masanobu Fukuoka [1] betrieben wird, die auf einer ‚absoluten Achtung von Natur und Umwelt basieren.

Die besonderen meteorologischen Bedingungen unseres Weinguts geben unserem Wein die einzigartigen und besonderen Qualitäten, für die er seinen Zuspruch gefunden hat. Die kalte Luft, die vom Meer kommt, stößt auf warme Luft, die durch den Kontakt mit derangewärmten Erde erwärmt wurde, und diese Begegnung erzeugt während der heißen Sommernachmittage eine ständige frische Brise.

Wir neigen dazu, zu glauben, dass es die Traube ist, die dem Wein den besonderen Geschmack verleiht, wenn es in Wirklichkeit der Boden ist, auf dem die Trauben angebaut sind, der seinen einzigartigen Geschmack erzeugt. Dies geschieht aufgrund der Charakteristik des Bodens und seiner Beschaffenheit, aufgrund des Vorhandenseins in der Erde von elementaren Nährstoffen für die Reben und auch teilweise aufgrund des Mikroklimas der Region.

Das Weingut Son Alegre baut Reben auf 15 Hektar an zwei verschiedenen Orten an, einem am Rande von Santanyí, im Gebiet zwischen Son Danus und Ses Angoixes, und einem anderen in der Gegend von Can Taconer in Calonge.

Für uns bedeutet das Anbauen der Trauben eine Gelegenheit, die wundervolle Komplexität der Natur und der natürlichen Umgebung täglich neu zu erleben. Wir arbeiten mit den klassischen Methoden des Weinbaus und der Önologie. Die Traubenernte wird nur von Hand und in Körben durchgeführt, das Pressen erfolgt auf traditionelle Weise, der Gärungsprozess wird durch native natürliche Hefen unterstützt und die Fässer für die Reifung des Rotweins sind aus französischer Eiche hergestellt.

Für unsere Arbeit auf Son Alegre ist der Mondkalender ein sehr wichtiges Hilfsmittel. Durch die Beobachtung der Mondphasen kennen wir die jeweils optimale Zeit für das Beschneiden unserer Pflanzen, das Pfropfen der Pflaumen auf die Mandelbaumäste, das Pflanzen von jungen Bäumen, das Aussäen von Getreide, die Traubenlese, die Paarung von Schweinen, Schafen oder Pferden, oder sogar das Schneiden unserer Haare, so wie dies schon unsere Vorfahren immer gekannt haben.

Er spricht sehr angeregt über alle Bereiche der Finca, so dass es nicht immer leicht ist, ihm zu folgen und auch, so viel Informationen in einem einzigen Interview unterzukriegen.

Die Natur kreiert, und sie schafft Frieden, sie unterstützt uns und hilft uns, einen ausgeglichenen Gleichgewichtszustand zu finden, also genau das, was in unserer heutigen Zeit so dringend benötigt wird.

Bald konzentriert sich das Gespräch auf Themen wie Erziehung und Schulung sowie auf die Wichtigkeit, unseren Kindern den Kontakt mit einer natürlichen und gesunden Umwelt ständig zu ermöglichen. *

* ConCiencia und MundoFeliz regen unsere Leser an, dieses besondere Weingut zu nutzen, um Workshops für Schulkinder zu veranstalten, um so den Jugendlichen eine Chance zu geben, sich mit dem Land, der Erde und der Natur auseinanderzusetzen.

Wir könnten diesem Mann stundenlang zuhören, der uns so viele Weisheiten vermittelt, die er durch seine Arbeit gelernt hat, die er Tag für Tag auf diesem Weingut durchführt und bei der er ständig in Verbindung mit der Natur ist, die er so sehr liebt und die er so tief respektiert.

Miquel, es wäre eine Ehre für uns, Sie bei einigen unserer Konferenzen und Veranstaltungen mitwirken zu lassen. In unserer Zeitschrift werden Sie immer einen besonderen Platz haben. Und natürlich probieren wir Ihre Weine!

Darauf antwortet er in seiner stets entspannten Manier, die so harmonisch und ruhevoll ist wie sein Land, daß er gerne sein Wissen mit uns, unseren Lesern und unseren Freunden teilt.

Auf ein baldiges Wiedersehen, Miquel.

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[1] Die Prinzipien von Masanobu Fukuoka (1913-2008):

Der Boden soll nicht gepflügt oder umgegraben werden: Nur auf diese Weise werden Struktur und Zusammensetzung des Bodens mit den optimalen Bedingungen an Feuchtigkeit und Mikronährstoffen gewährleistet.

Chemischer Dünger oder kommerzieller Kompost sollen nicht verwendet werden: Durch die Wechselwirkung der verschiedenen botanischen, tierischen und mineralischen Bestandteile der Erde wird die Fruchtbarkeit des bebauten Bodens wie in jedem nicht-domestizierten Ökosystem regeneriert.

Herbizide oder Unkrautvernichtungsmittel sollen nicht verwendet werden: Diese zerstören die Nährstoffe und den Mikroorganismus des Bodens und sind nur in Monokulturen gerechtfertigt. Stattdessen schlägt Fukuoka eine Wechselwirkung der Pflanzen untereinander vor, um so die biologische Vielfalt des Bodens zu bereichern und zu unterstützen.

Chemische Pestizide sollen nicht verwendet werden: Durch diese stirbt der natürliche Reichtum des Bodens ab. Die Anwesenheit von Insekten in der Landwirtschaft kann überaus nützlich sein.

Die Pflanzen sollen nicht beschnitten werden: Dem Pflanzenwachstum soll erlaubt werden, seinem natürlichen Kurs zu folgen.

Die Verwendung von Samenbomben ist empfehlenswert.

All diese Prinzipien basieren auf einer Philosophie des Nichts-Tuns (Wu Wei), oder genauer, des Nicht-Eingreifens oder des Unterlassens davon, Dinge oder Abläufe zu erzwingen.

Masanobu Fukuoka gelangte zu seinem Verständnis der Mikrosysteme des Bodens und des daraus entwickelten Systems der ‚Nichts-Tun-Landwirtschaft‘, das auf unnötige Bodenbearbeitung und unnötige Anstrengungen der herkömmlichen Landwirtschaft verzichtet. Seine Methode, die er manchmal Mahāyāna-Naturlandwirtschaft nannte, beruht darauf, zu geben und im Gegenzug auf natürliche Weise zu erhalten, anstatt dem Boden zwanghaft Dinge abzufordern, bis dieser erschöpft ist.

Winter auf dem Weingut in Mallorca

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Bei einem Streifzug durch Mallorca im Spätherbst trifft man auf eine Vielzahl von Weinbergen in einer herrlichen Farbenpracht von Gelb-, Orange- und Rottönen. Diese Weingüter waren während der Monate August und September noch voller Leben, als nämlich die Weinlese stattfand. Jetzt, zu Beginn des Winters, liegen die nun farbleeren Weinfelder still und scheinen, bar jeglicher Aktivität, leblos, schlafend, fast tot.

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Aber hier findet mehr statt, als das blosse Auge wahrnehmen kann. Ja, die Vitis-vinifera-Rebstöcke haben ihre Traubenproduktion nun eingestellt, aber dafür stellen sie jetzt eine erstaunliche Menge an Ethen (C2H4) her, eine organische Verbindung, die das Abwerfen der Blätter ermöglicht. Gleichzeitig produzieren die Rebstöcke auch Abscisinsäure, ein Phytohormon, das während der Wintermonate benötigt wird, wenn die Pflanze in den Ruhezustand des Winterschlafes verfällt. Dieses Pflanzenhormon verhindert, dass während des Ruhezustands eine Zellteilung stattfindet und es suspendiert zugleich jegliches Wachstum.

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Der Rebstock ist sehr klug; er weiß genau, wie er seinen Stoffwechsel, seinen Energieverbrauch und sein Wachstum regulieren muss. Durch das Verhindern des Wachstums im Winter wird viel Energie bewahrt. Dieser Vorgang ähnelt dem Winterschlaf eines Tieres. Die meisten Tiere, die Winterschlaf halten, speichern Fett als Nahrungsvorrat, der dann dazu verwendet wird, die wichtigsten Organsysteme im Winter am Leben zu halten, anstatt weiter zu wachsen. Genauso verlangsamt sich der Stoffwechsel der Rebstöcke während des Winterschlafs, und das ist teilweise der Grund, warum auch das Zellwachstum unterbunden wird. Da die Pflanze die gespeicherte Energie konservieren muss, ist es für sie am besten, wenn sie die Energie spärlich und nur für die wesentlichsten Funktionen einsetzt.

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Wir von Son Alegre halten uns daran, diesen energetischen Prozess des Blattabwerfens und Absorbierens nicht zu stören. Ehrlich gesagt, mischen wir uns das ganze Jahr über so wenig wie möglich in den natürlichen Ablauf der Dinge auf unserem Weingut ein. Wir haben unsere zahllosen stillen und meist unsichtbaren Helfer, nämlich Ameisen und Würmer, Marienkäfer und Bienen, Spinnen und Schnecken, die uns Tag für Tag mit der Versorgung von Sauerstoff und Feuchtigkeit in unserem Bodens und der Verteilung von Nährstoffen, Spurenelementen und Makronährstoffen helfen. Ohne diese Helfer könnten wir unser Geschäft des Weinbaus nicht wahrnehmen; ohne sie würde es gar keinen Son Alegre Wein geben.

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Wir wollen niemals vergessen, was die Natur Tag für Tag, das ganze Jahr über, für uns und unser Weingut tut. Danke.

Und lassen Sie uns auch nicht vergessen, John Hinde unseren Dank auszusprechen, dem Fotografen des heutigen Blog-Eintrags und der meisten Fotos auf diesem Blog, die in diesem Jahr hier veröffentlicht wurden. Thank you, John.

Muchas Gracias.

Klanglandschaften auf dem Weingut

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Man neigt leicht dazu, den Einfluß und vielleicht auch die Bedeutung der Klangwelt in der landwirtschaftlichen Praxis oder sogar im Leben überhaupt zu unterschätzen. Klang ist ein integraler Bestandteil der Identität eines jeden beliebigen Fleckens der Natur oder einer bestimmten Landschaftsszene. Wie ein menschlicher Fingerabdruck oder ein DNS hat jede einzelne Landschaft, z. B. etwa ein Weinberg, ein einzigartiges und individuelles Klangbild, eine Klanglandschaft und eine eigenständige Geräusch-Identität, die letztendlich dieses Stück Land, sagen wir, das Weingut, in einer einzigartigen und nicht-wiederholbaren Weise unterscheidet. Es versteht sich von selbst, dass solche Soundscapes oder Lautsphären in der Regel zeitlich differenziert geprägte Muster zeigen, wobei tägliche und saisonale Zyklen besonders prominent sind, aber dennoch sind diese Klangbilder immer spezifisch und unverwechselbar eigenständig.

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Ein Weingut in Pollença hat zum Beispiel, bedingt durch die besondere Natur seiner ökologischen, natürlichen und geologischen Komponenten und Bestandteile, eine andere Zusammensetzung von Klängen, Tönen, akustischen Vibrationen, Geräuschen und bioakustischen Signalen als etwa ein Weingut in Banyalbufar oder ein anderes in Santanyí. Ein Weingut auf Mallorca hat einen anderen „Soundprint“ oder Klang-„DNS“ als etwa ein Weingut in La Rioja, und ein spanisches Weinfeld hat eine andere Geräuschstruktur als ein Weinberg in Frankreich oder einer in Kalifornien. Selbst ein Weingut in Santanyí wie das unsere in Son Alegre hat eine andere Klang-„Persona“ als ein Weinberg gleich nebenan, z. B. einer in Cas Concos des Cavaller.

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Einige der Geräusche in einem Weingut können von uns Menschen gehört werden, wie die Klänge von Tieren, von Vögeln, vom Wind, Regen oder Donner, während andere aufgrund ihrer Tonhöhe oder Frequenz nicht vom menschlichen Ohr wahrgenommen werden können. Der menschliche Hörbereich wird normalerweise mit 20 bis 20.000 Hertz angegeben. Die Frequenz der Schallimpulse von Ameisen, Motten oder anderen Insekten kann bis zu 30.000 Hz betragen und kann daher nicht von uns gehört werden, während die Schallfrequenz von Anuranen (Frösche, Kröten, Amphibien) bis zu 6 Hz betragen kann und deshalb für uns ebensowenig wahrnehmbar ist.

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Aber es gibt auch Geräusche, die von Pflanzen verursacht oder erzeugt werden, sogar von Mineralien und anderer organischer, nicht-tierischer Substanz. Auch Bäume verursachen Klänge und sollen sogar miteinander kommunizieren, genauso wie die Mykorrhiza (ein Pilzgewächs, das in Verbindung mit den Wurzeln einer Pflanze wächst), ebenso wie die Erdstruktur in der Lithosphäre und noch tiefer. Man könnte sogar soweit gehen, zu sagen, dass es auf der Erde oder im Universum gar nichts gibt, das absolut still und ohne Klang wäre. Klang definiert alles und jedes, ob wir es nun wissen und wahrnehmen oder nicht. Die menschliche Fähigkeit, Töne oder Geräusche zu hören und zu entschlüsseln, kann nicht das Kriterium sein für die Existenz von akustischen Signaturen oder von Bioakustik.

Die Soundscape ist Kernbegriff einer jungen interdisziplinären Wissenschaft, der Sound Studies, die sich mit Klangforschung, akustischer Kommunikation und Klanggestaltung befasst. Schwerpunkt der Soundscape-Forschung ist die Beziehung zwischen dem Menschen und den sich in stetigem Wandel befindenden Umweltklängen.

Unter einer Soundscape versteht man das Zusammenspiel aller akustischen Erscheinungen, die sich in einem Raum und durch diesen produzieren. Die Soundscape eines Ortes setzt sich zusammen aus Naturgeräuschen, Sprache, Arbeits- und Maschinenlärm sowie Musik. Soundscapes reichen von Klangkunst, Musik oder Sounddesign in Einkaufszentren, Flughäfen oder Büros bis hin zu Klanglandschaften von Städten, Dörfern oder Landschaften. Es können kleinste Nuancen sein, die einem Klangbild eine spezifische Charakteristik verleihen und es somit einzigartig machen.

Der Begriff „Soundscape“ taucht zum ersten Mal 1969 in der Dissertation des US-amerikanischen Architekten Michael Southworth auf. Geprägt wurde er aber von dem kanadischen Komponisten und Klangforscher R. Murray Schafer und seinen Mitarbeiterinnen Hildegard Westerkamp und Barry Truax. Murray Schafer rief 1971 das World Soundscape Project an der Simon Fraser University in Burnaby bei Vancouver ins Leben. Das WSP wird unterstützt von der UNESCO und der Donnar-Canadian-Foundation. Hauptziel war es, die Klangerscheinungen aufzuzeichnen und zu katalogisieren, um so die Veränderungen über die Jahre zu analysieren. Anhand dieser Analysen erforscht das WSP die soziologischen und ästhetischen Aspekte der akustischen Umwelt.

Mit Schafers Hauptwerk The Tuning of the World (1977) wurde der Begriff international bekannt. Deutsche Übersetzungsversuche wie „Lautsphäre“ und „Klanglandschaft“ konnten sich nicht durchsetzen.

(zitiert aus Wikipedia, vielen Dank)

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Die Bioakustik bezeichnet das Forschungsfeld der Tierstimmenforschung. Sie umfasst die Erforschung der Organe der Lauterzeugung und ihre Funktionen, die Schallereignisse selbst sowie die Hörorgane und ihre Leistungen. Die Bioakustik befasst sich sowohl mit Fragen der Lauteigenschaften und ihrer Entstehung als auch mit der Informationsverarbeitung sowie deren Bedeutung und Wirkung im Zusammenleben der Tiere. Dabei werden unterschiedliche Methoden der Schallaufzeichnung und -analyse verwendet. Lautmerkmale können in der Evolutionsbiologie Hinweis auf Verwandtschaftsgrade geben und in der Verhaltensforschung auf Verhaltensweisen.

Der Begriff Bioakustik, 1942 und 1946 durch Albrecht Faber eingeführt, etablierte sich in den 1950er Jahren. 1956 wurde anlässlich einer internationalen Konferenz an der Pennsylvania State University das International Committee on Biological Acoustics gegründet. Es sollte der Koordination dienen und zentrale Archive und Austauschmöglichkeiten schaffen.

Die Lauterzeugung bei Tieren erfolgt mit verschiedenen Körperteilen.

Insekten erzeugen Laute durch die Frequenz des Flügelschlages beim Fliegen, durch Trommeln mit harten Skelettteilen auf die Unterlage oder mit speziellen Tymbalorganen. Zudem können viele Arten hörbare Laute und Ultraschall durch Stridulation, das Aneinanderreiben von Teilen ihres Chitinpanzers, erzeugen.

Vögel haben Stimmbänder, erzeugen aber auch anders Laute, wie die Spechte, die mit dem Schnabel trommeln.

Fische trommeln mit der Schwimmblase durch synchrone Kontraktionen der Trommelmuskeln.

Amphibien, wie Froschlurche können Laute im Kehlkopf (Tracheolarynx) erzeugen und haben zur Lautverstärkung Schallblasen.

Die meisten Wirbeltiere mit Luftatmung nutzen ihr Atmungssystem zur Lautbildung, ähnlich der menschlichen Lautbildung.

(zitiert aus Wikipedia, besten Dank)

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Als Field Recording bezeichnet man die Aufzeichnung von nicht eigens erzeugten Klängen, natürlichen Schallereignissen oder vorgefundener Klanglandschaften außerhalb eines Tonstudios. Im engeren Sinne sind hier insbesondere Aufnahmen von Natur- beziehungsweise Umgebungsgeräuschen gemeint, die mithilfe portabler Aufnahmegeräte realisiert werden. Dies waren im 20. Jahrhundert zumeist analoge Tonbandgeräte, später Kassettenrekorder. Heute werden zumeist digitale Geräte verwendet, etwa Voice-Recorder, Laptops mit externem Bediengerät und geeigneter Software, oder dedizierte Field Recorder. Der Bereich des Field Recordings ist eng verbunden mit der technischen Phonographie, in Anlehnung an die Fotografie wird dieser Begriff daher manchmal auch synonym gebraucht. Feldaufnahmen unterscheiden sich von Aufnahmen im Studio vor allem durch den Ursprung und die Natur des Klangmaterials, durch die Technik, die äußeren Bedingungen und das Equipment.

(zitiert aus Wikipedia, Danke)

Zurück zu Son Alegre und unserem Weinberg. Wir behaupten nicht, dass die Klanglandschaften oder Geräuschwelt auf Son Alegre unseren Wein machen oder beeinflussen, aber wir sind sicher, dass es eine Wirkung und gegenseitige Beeinflussung von Allem auf Alles gibt. Die biophonen Klangspektren und der bioakustische Soundprint unseres Weinguts sind einzigartig, unterschiedlich, individuell und wirken auf unsere Weinstöcke und somit auf unsere Reben in einer ganz besonderen und außergewöhnlichen Weise, ebenso wie das unser Boden tut, der genauso einzigartig ist, wie auch die speziellen meteorologischen Bedingungen unseres Landes, genauso wie unsere ökologischen landwirtschaftlichen Praktiken und unser gesamter biodynamischer Ansatz in der Landwirtschaft. Die Geräuschwelt und der Klang machen nicht unseren Wein, aber ganz ohne Zweifel wären die Son Alegre Weine anders, wenn die Bedingungen, akustisch oder anderweitig, unter denen sie produziert werden, andersartig sein würden. Unsere Weine sind einzigartig, Punktum.

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Omnis est sonus. Alles ist Klang.

Hinweis:

Die graphischen Spektrogramm-Abbildungen wurden aus dem Internet geborgt; das Copyright liegt bei www.dradiowissen.de und www.soundstudiesblog.com. Diese grafischen Bilder stellen nicht die Klanglandschaften unserer Finca bei Son Alegre oder ihres akustischen DNS dar. Die fotografischen Bilder wurden von John Hinde auf unserem Weingut in Santanyí aufgenommen.

Tot és so.

Unsere fleissigen Ameisen

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Man neigt häufig dazu, die kleinen Dinge des Lebens zu übersehen, obwohl doch einige von ihnen von äußerster Wichtigkeit sein können. Ameisen, zum Beispiel.

Alle bekannten Ameisenarten sind in Staaten organisiert. Sie stellen die bedeutendste Gruppe eusozialer Insekten dar. Ameisenstaaten bestehen aus einigen hundert bis mehreren Millionen Individuen. Ameisenstaaten sind arbeitsteilig organisiert und besitzen immer wenigstens drei so genannte Kasten: Arbeiter, Weibchen (Königin) und Männchen. Im Gegensatz zu anderen staatenbildenden Hautflüglern sind bei Ameisen die Arbeiter grundsätzlich flügellos. Nur die geschlechtsreifen Weibchen und Männchen besitzen Flügel. Zur Paarung werden beflügelte Weibchen und Männchen aufgezogen, die den elterlichen Bau gleichzeitig in großen Schwärmen verlassen. Nach der Paarung sterben die Männchen, während die Weibchen die Flügel abwerfen (oder abbeißen) bzw. verlieren und neue, eigene Kolonien gründen oder in den elterlichen Bau zurückkehren, in dem dann mehrere Königinnen koexistieren.

Ameisen bilden eine große Vielzahl unterschiedlicher Lebensweisen aus, von nomadischen „Jägern“ über „Sammler“ und „Viehzüchter“ bis hin zu Arten, die Pilze als Nahrungsquelle kultivieren: die Blattschneiderameisen (Gattungen Attaund Acromyrmex). Einige Arten betreiben quasi Sklaverei, indem sie Ameisenlarven anderer Arten entführen und später für sich arbeiten lassen (beispielsweise Polyergus rufescens), oder Sozialparasitismus, indem die Weibchen in bestehende Staaten einer anderen Art einwandern und ihre Nachkommen von diesen aufziehen lassen (beispielsweise Anergates atratulus).

Ameisenstaaten beeinflussen ihre Umwelt nachhaltig. Sie tragen erheblich zur Umschichtung der oberen Erdschichten bei, unterstützen den Abbau pflanzlichen Materials, verbreiten Pflanzensamen oder regulieren als Räuber die Bestände anderer Arthropoden.

(Zitiert aus Wikipedia, Danke.)

Ameisen sind für unsere Ökosysteme unentbehrlich. Man sagt, dass es weltweit ungefähr 22.000 Ameisenarten gibt, von denen bislang lediglich etwa 12.500 Arten spezifiziert sind. Wir wissen nicht, wie viele davon auf Mallorca zu finden sind, aber es gibt genug von ihnen, wenn man sich nur die Mühe gibt, nach ihnen Ausschau zu halten. Es gibt jedenfalls mehr Ameisen auf dieser Insel Mallorca als Menschen, einschließlich der etwa 13.000.000 Besucher, die Mallorca jedes Jahr willkommen heisst. Hundertmal mehr. Es gibt wahrscheinlich mehr Ameisen nur auf Son Alegre allein, unserem Weingut, aber wir haben sie noch nicht alle zählen können.

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Unsere Ameisen arbeiten Tag für Tag auf unserem Land und in unserem Boden, das ganze Jahr über. Jetzt, nachdem die diesjährige Traubenernte abgeschlossen ist, kommen sie in neuen Schwung und bauen ihre Nester und jede Menge neuer Hügel. Weitgehend unterhalb der Erdoberfläche und dem menschlichen Auge verborgen, sind die Ameisenkolonien sehr komplex. Es gibt einfache Ameisennester von nur wenigen Tunneln und Kammern, aber es gibt auch weitaus umfassendere Systeme mit einer Vielzahl von Kammern in verschiedenen Größen und mit miteinander verbundenen Tunneln. Ameisen leben in Staaten von nur wenigen hundert Tieren (Dolichoderus quadripunctatus; Leptothorax) bis zu Staaten von über 20 Millionen Tieren.

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Die Umgebung eines Nestbaus wird von den Ameisen streng kontrolliert. Sie können verschiedene Eingänge öffnen und schließen, um mehr oder weniger Luftzirkulation zu bewirken. Die niedriger gelegenen Teile der Bauten sind in der Regel kühler als die höher gelegenen und Ameisen bewegen ihre Brut zwischen verschiedenen Teilen des Baus, wenn es in einem Bereich zu kühl, zu warm, zu nass oder zu trocken für die Larvæ wird. Deshalb ist es wichtig, ein Ameisennest nicht umzugraben oder es aus Neugierde zu öffnen oder zu beschädigen. Wir lassen unsere Ameisen einfach gewähren, ihre fleissige Arbeit zu verrichten und so unseren Boden zu lüften und organisches Material dorthin zu verteilen, wo es am meisten benötigt wird.

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Die Ameisen sind auch einer der vielen Gründe, weshalb wir unser Weingut nicht umpflügen. Es ist stets unser Anliegen, die Natur bestmöglich ungestört zu lassen. Je mehr wir die ganzheitliche Interaktion des Mikrokosmos unserer Reben und Pflanzen mit der einheimischen Flora, oft fälschlicherweise Unkraut genannt, respektieren, und ihre Interaktion mit einheimischen Insekten, Bienen, Ameisen, Käfern und anderen kleinsten Kreaturen, nicht zu vergessen den Marienkäfern, umso besser wachsen und gedeihen unsere Weintrauben in einer gesunden und kraftvollen Manier. Die Natur richtet immer alles in der bestmöglichen Weise.

Wir glauben wirklich, dass wir unser Land und unser ganzes Unternehmen Son Alegre nicht unterhalten könnten, wenn wir die gute Hilfe dieser kleinen Kreaturen, unserer treuen Freunde, der Ameisen, nicht hätten. Vielen Dank, ihr fleissigen Wesen.