Der Monat Februar ist die Zeit der Mandelblüte

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Weingut Son Alegre interessiert sich nicht nur für Wein und Olivenöl. Wir interessieren uns für alle Dinge der Natur und alles, was die Kultur unserer wunderschönen Insel ausmacht und gestaltet.

Der Monat Februar ist die Zeit der Mandelblüte. Unser mallorquinisches Sprichwort sagt es so schön: „Pel mes de febrer floreix l’ametller“ (im Februar blühen die Mandeln).

Jetzt sind die Mandelbäume auf der ganzen Insel in voller Blüte. Das Mittelmeerklima ist perfekt für den Mandelbaum (Prunus dulcis) geeignet, obwohl es sich bei ihm nicht um eine einheimische Pflanze handelt, anders als etwa beim Olivenbaum (Olea europaea), der Holm-Eiche (Quercus ilex) oder dem Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua). Nach dem Auftreten der Philoxera-Plage, die vor etwa hundertzwanzig Jahren fast dem gesamten Rebenanbau in Mallorca ein Ende bereitete, wurden anstelle der Trauben hauptsächlich Mandelbäume angepflanzt, um den betroffenen Bauern eine Alternative und somit eine neue Einkommensquelle zu bieten.

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Nach dem kürzlichen Kälteeinbruch mit etwas Schnee und nach dem heftigen Wetter, das wir vor ca. 14 Tagen hier hatten, verspricht uns die Mandelblüte unter dem blauen Februarhimmel nun eine baldige Ankunft des Frühlings und somit einmal mehr das Erwachen der natürlichen Schönheit dieser Insel.

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Leider leiden die Mandelbäume in Mallorca derzeit an einer tödlichen Krankheit bzw. einer Baumpest, einer Plage, die durch das Xilófago-Insekt verursacht wird. Eine ganze Anzahl von Mandelbäumen ist bereits durch diesen Befall abgestorben. Man spricht von bis zu 12.000 Hektar an Mandelanbau, der in den letzten Jahren verloren ging. Es gibt nun auch weitere Nachrichten über das Xylella fastidiosa-Bakterium, ein recht lebhaftes Pflanzenpathogen, das zusätzliche Schäden an Mallorcas Mandelbäumen sowie Olivenbäumen und Kirschbäumen verursacht. Die Behörden Spaniens sind besorgt, dass diese Bakterie nun auch Zitrusfruchtbäume ebenso wie die mallorquinische Rebe bedroht.

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Der Ort Son Servera im Osten der Insel veranstaltet morgen von 09h00 bis 14h30 die Fira de la Flor d’Ametler, falls Sie das interessieren sollte. Wir sollten die Mandelblüte, dieses wunderschöne Naturereignis Mallorcas, genießen, solange wir dies noch erleben dürfen.

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Alle Fotos des heutigen Blog-Eintrags wurden von John Hinde aufgenommen. Vielen Dank dafür, dass wir diese Fotos heute hier verwenden durften.

Die Erde hat das letzte Wort

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Unser Miquel Manresa von Son Alegre wurde vor kurzem gebeten, der neuen Zeitschrift ConCiencia ein Interview zu geben, die in Palma monatlich veröffentlicht wird, nun erst im zweiten Monat. Das Interview wurde in der Dezemberausgabe 2016 unter der Überschrift ‚La tierra tiene la última palabra‚ (‚Die Erde hat das letzte Wort‘) veröffentlicht. Wir von Son Alegre freuen uns sehr über diese Veröffentlichung und möchten Ihnen hier die Gelegenheit geben, sie selbst zu sehen und zu lesen.

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Für diejenigen, die sich mit der spanischen Sprache vielleicht etwas schwer tun, geben wir das Interview in einer Übersetzung wieder:

DIE ERDE HAT DAS LETZTE WORT

Weingut Son Alegre

Der Inhaber des Weinguts Son Alegre, Miquel Manresa, führte uns stolz über sein Weinbaugebiet, das ein perfektes Beispiel dafür ist, wie die Natur imstande ist, sich um Alles selbst zu kümmern.

Unser Spaziergang beginnt mit dem Hören der ‚Klänge der Erde‘. Dieser Mann ist in den Weinbau und in seine Arbeit verliebt; er lässt uns an seinem Dialog mit der Natur teilhaben. Er spricht mit jedem Stein, mit jeder Strauch und mit jedem Tier oder Insekt, um allen für ihren jeweiligen Beitrag und ihre Mitarbeit zu danken, da erst durch sie die Obstproduktion auf diesem Anwesen ermöglicht wird, und uns so den besten 100% ökologischen Wein gibt.

Das Land macht den Prozess der Bodenkultivierung ganz alleine. Es gibt keine Notwendigkeit für uns Menschen, zu tun, was das Wurzelsystem, die Würmer und die Mikroorganismen viel besser selbst tun können. Der Vorgang des Pflügens des Bodens verändert zudem die natürliche Beschaffenheit der Erde und der gesamten Umwelt und fördert so das Wachstum von Unkraut. Miquel vermittelt uns mit seiner resoluten Überzeugung, dass wir nur durch Respekt der Natur und Liebe zur Natur das Gleichgewicht und die Harmonie finden können, die wir häufig schon verloren haben und die wir heutzutage so dringend brauchen.

Miquel erklärt uns ausserdem, dass der Weinbau nach den Prinzipien von Masanobu Fukuoka [1] betrieben wird, die auf einer ‚absoluten Achtung von Natur und Umwelt basieren.

Die besonderen meteorologischen Bedingungen unseres Weinguts geben unserem Wein die einzigartigen und besonderen Qualitäten, für die er seinen Zuspruch gefunden hat. Die kalte Luft, die vom Meer kommt, stößt auf warme Luft, die durch den Kontakt mit derangewärmten Erde erwärmt wurde, und diese Begegnung erzeugt während der heißen Sommernachmittage eine ständige frische Brise.

Wir neigen dazu, zu glauben, dass es die Traube ist, die dem Wein den besonderen Geschmack verleiht, wenn es in Wirklichkeit der Boden ist, auf dem die Trauben angebaut sind, der seinen einzigartigen Geschmack erzeugt. Dies geschieht aufgrund der Charakteristik des Bodens und seiner Beschaffenheit, aufgrund des Vorhandenseins in der Erde von elementaren Nährstoffen für die Reben und auch teilweise aufgrund des Mikroklimas der Region.

Das Weingut Son Alegre baut Reben auf 15 Hektar an zwei verschiedenen Orten an, einem am Rande von Santanyí, im Gebiet zwischen Son Danus und Ses Angoixes, und einem anderen in der Gegend von Can Taconer in Calonge.

Für uns bedeutet das Anbauen der Trauben eine Gelegenheit, die wundervolle Komplexität der Natur und der natürlichen Umgebung täglich neu zu erleben. Wir arbeiten mit den klassischen Methoden des Weinbaus und der Önologie. Die Traubenernte wird nur von Hand und in Körben durchgeführt, das Pressen erfolgt auf traditionelle Weise, der Gärungsprozess wird durch native natürliche Hefen unterstützt und die Fässer für die Reifung des Rotweins sind aus französischer Eiche hergestellt.

Für unsere Arbeit auf Son Alegre ist der Mondkalender ein sehr wichtiges Hilfsmittel. Durch die Beobachtung der Mondphasen kennen wir die jeweils optimale Zeit für das Beschneiden unserer Pflanzen, das Pfropfen der Pflaumen auf die Mandelbaumäste, das Pflanzen von jungen Bäumen, das Aussäen von Getreide, die Traubenlese, die Paarung von Schweinen, Schafen oder Pferden, oder sogar das Schneiden unserer Haare, so wie dies schon unsere Vorfahren immer gekannt haben.

Er spricht sehr angeregt über alle Bereiche der Finca, so dass es nicht immer leicht ist, ihm zu folgen und auch, so viel Informationen in einem einzigen Interview unterzukriegen.

Die Natur kreiert, und sie schafft Frieden, sie unterstützt uns und hilft uns, einen ausgeglichenen Gleichgewichtszustand zu finden, also genau das, was in unserer heutigen Zeit so dringend benötigt wird.

Bald konzentriert sich das Gespräch auf Themen wie Erziehung und Schulung sowie auf die Wichtigkeit, unseren Kindern den Kontakt mit einer natürlichen und gesunden Umwelt ständig zu ermöglichen. *

* ConCiencia und MundoFeliz regen unsere Leser an, dieses besondere Weingut zu nutzen, um Workshops für Schulkinder zu veranstalten, um so den Jugendlichen eine Chance zu geben, sich mit dem Land, der Erde und der Natur auseinanderzusetzen.

Wir könnten diesem Mann stundenlang zuhören, der uns so viele Weisheiten vermittelt, die er durch seine Arbeit gelernt hat, die er Tag für Tag auf diesem Weingut durchführt und bei der er ständig in Verbindung mit der Natur ist, die er so sehr liebt und die er so tief respektiert.

Miquel, es wäre eine Ehre für uns, Sie bei einigen unserer Konferenzen und Veranstaltungen mitwirken zu lassen. In unserer Zeitschrift werden Sie immer einen besonderen Platz haben. Und natürlich probieren wir Ihre Weine!

Darauf antwortet er in seiner stets entspannten Manier, die so harmonisch und ruhevoll ist wie sein Land, daß er gerne sein Wissen mit uns, unseren Lesern und unseren Freunden teilt.

Auf ein baldiges Wiedersehen, Miquel.

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[1] Die Prinzipien von Masanobu Fukuoka (1913-2008):

Der Boden soll nicht gepflügt oder umgegraben werden: Nur auf diese Weise werden Struktur und Zusammensetzung des Bodens mit den optimalen Bedingungen an Feuchtigkeit und Mikronährstoffen gewährleistet.

Chemischer Dünger oder kommerzieller Kompost sollen nicht verwendet werden: Durch die Wechselwirkung der verschiedenen botanischen, tierischen und mineralischen Bestandteile der Erde wird die Fruchtbarkeit des bebauten Bodens wie in jedem nicht-domestizierten Ökosystem regeneriert.

Herbizide oder Unkrautvernichtungsmittel sollen nicht verwendet werden: Diese zerstören die Nährstoffe und den Mikroorganismus des Bodens und sind nur in Monokulturen gerechtfertigt. Stattdessen schlägt Fukuoka eine Wechselwirkung der Pflanzen untereinander vor, um so die biologische Vielfalt des Bodens zu bereichern und zu unterstützen.

Chemische Pestizide sollen nicht verwendet werden: Durch diese stirbt der natürliche Reichtum des Bodens ab. Die Anwesenheit von Insekten in der Landwirtschaft kann überaus nützlich sein.

Die Pflanzen sollen nicht beschnitten werden: Dem Pflanzenwachstum soll erlaubt werden, seinem natürlichen Kurs zu folgen.

Die Verwendung von Samenbomben ist empfehlenswert.

All diese Prinzipien basieren auf einer Philosophie des Nichts-Tuns (Wu Wei), oder genauer, des Nicht-Eingreifens oder des Unterlassens davon, Dinge oder Abläufe zu erzwingen.

Masanobu Fukuoka gelangte zu seinem Verständnis der Mikrosysteme des Bodens und des daraus entwickelten Systems der ‚Nichts-Tun-Landwirtschaft‘, das auf unnötige Bodenbearbeitung und unnötige Anstrengungen der herkömmlichen Landwirtschaft verzichtet. Seine Methode, die er manchmal Mahāyāna-Naturlandwirtschaft nannte, beruht darauf, zu geben und im Gegenzug auf natürliche Weise zu erhalten, anstatt dem Boden zwanghaft Dinge abzufordern, bis dieser erschöpft ist.

Klanglandschaften auf dem Weingut

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Man neigt leicht dazu, den Einfluß und vielleicht auch die Bedeutung der Klangwelt in der landwirtschaftlichen Praxis oder sogar im Leben überhaupt zu unterschätzen. Klang ist ein integraler Bestandteil der Identität eines jeden beliebigen Fleckens der Natur oder einer bestimmten Landschaftsszene. Wie ein menschlicher Fingerabdruck oder ein DNS hat jede einzelne Landschaft, z. B. etwa ein Weinberg, ein einzigartiges und individuelles Klangbild, eine Klanglandschaft und eine eigenständige Geräusch-Identität, die letztendlich dieses Stück Land, sagen wir, das Weingut, in einer einzigartigen und nicht-wiederholbaren Weise unterscheidet. Es versteht sich von selbst, dass solche Soundscapes oder Lautsphären in der Regel zeitlich differenziert geprägte Muster zeigen, wobei tägliche und saisonale Zyklen besonders prominent sind, aber dennoch sind diese Klangbilder immer spezifisch und unverwechselbar eigenständig.

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Ein Weingut in Pollença hat zum Beispiel, bedingt durch die besondere Natur seiner ökologischen, natürlichen und geologischen Komponenten und Bestandteile, eine andere Zusammensetzung von Klängen, Tönen, akustischen Vibrationen, Geräuschen und bioakustischen Signalen als etwa ein Weingut in Banyalbufar oder ein anderes in Santanyí. Ein Weingut auf Mallorca hat einen anderen „Soundprint“ oder Klang-„DNS“ als etwa ein Weingut in La Rioja, und ein spanisches Weinfeld hat eine andere Geräuschstruktur als ein Weinberg in Frankreich oder einer in Kalifornien. Selbst ein Weingut in Santanyí wie das unsere in Son Alegre hat eine andere Klang-„Persona“ als ein Weinberg gleich nebenan, z. B. einer in Cas Concos des Cavaller.

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Einige der Geräusche in einem Weingut können von uns Menschen gehört werden, wie die Klänge von Tieren, von Vögeln, vom Wind, Regen oder Donner, während andere aufgrund ihrer Tonhöhe oder Frequenz nicht vom menschlichen Ohr wahrgenommen werden können. Der menschliche Hörbereich wird normalerweise mit 20 bis 20.000 Hertz angegeben. Die Frequenz der Schallimpulse von Ameisen, Motten oder anderen Insekten kann bis zu 30.000 Hz betragen und kann daher nicht von uns gehört werden, während die Schallfrequenz von Anuranen (Frösche, Kröten, Amphibien) bis zu 6 Hz betragen kann und deshalb für uns ebensowenig wahrnehmbar ist.

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Aber es gibt auch Geräusche, die von Pflanzen verursacht oder erzeugt werden, sogar von Mineralien und anderer organischer, nicht-tierischer Substanz. Auch Bäume verursachen Klänge und sollen sogar miteinander kommunizieren, genauso wie die Mykorrhiza (ein Pilzgewächs, das in Verbindung mit den Wurzeln einer Pflanze wächst), ebenso wie die Erdstruktur in der Lithosphäre und noch tiefer. Man könnte sogar soweit gehen, zu sagen, dass es auf der Erde oder im Universum gar nichts gibt, das absolut still und ohne Klang wäre. Klang definiert alles und jedes, ob wir es nun wissen und wahrnehmen oder nicht. Die menschliche Fähigkeit, Töne oder Geräusche zu hören und zu entschlüsseln, kann nicht das Kriterium sein für die Existenz von akustischen Signaturen oder von Bioakustik.

Die Soundscape ist Kernbegriff einer jungen interdisziplinären Wissenschaft, der Sound Studies, die sich mit Klangforschung, akustischer Kommunikation und Klanggestaltung befasst. Schwerpunkt der Soundscape-Forschung ist die Beziehung zwischen dem Menschen und den sich in stetigem Wandel befindenden Umweltklängen.

Unter einer Soundscape versteht man das Zusammenspiel aller akustischen Erscheinungen, die sich in einem Raum und durch diesen produzieren. Die Soundscape eines Ortes setzt sich zusammen aus Naturgeräuschen, Sprache, Arbeits- und Maschinenlärm sowie Musik. Soundscapes reichen von Klangkunst, Musik oder Sounddesign in Einkaufszentren, Flughäfen oder Büros bis hin zu Klanglandschaften von Städten, Dörfern oder Landschaften. Es können kleinste Nuancen sein, die einem Klangbild eine spezifische Charakteristik verleihen und es somit einzigartig machen.

Der Begriff „Soundscape“ taucht zum ersten Mal 1969 in der Dissertation des US-amerikanischen Architekten Michael Southworth auf. Geprägt wurde er aber von dem kanadischen Komponisten und Klangforscher R. Murray Schafer und seinen Mitarbeiterinnen Hildegard Westerkamp und Barry Truax. Murray Schafer rief 1971 das World Soundscape Project an der Simon Fraser University in Burnaby bei Vancouver ins Leben. Das WSP wird unterstützt von der UNESCO und der Donnar-Canadian-Foundation. Hauptziel war es, die Klangerscheinungen aufzuzeichnen und zu katalogisieren, um so die Veränderungen über die Jahre zu analysieren. Anhand dieser Analysen erforscht das WSP die soziologischen und ästhetischen Aspekte der akustischen Umwelt.

Mit Schafers Hauptwerk The Tuning of the World (1977) wurde der Begriff international bekannt. Deutsche Übersetzungsversuche wie „Lautsphäre“ und „Klanglandschaft“ konnten sich nicht durchsetzen.

(zitiert aus Wikipedia, vielen Dank)

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Die Bioakustik bezeichnet das Forschungsfeld der Tierstimmenforschung. Sie umfasst die Erforschung der Organe der Lauterzeugung und ihre Funktionen, die Schallereignisse selbst sowie die Hörorgane und ihre Leistungen. Die Bioakustik befasst sich sowohl mit Fragen der Lauteigenschaften und ihrer Entstehung als auch mit der Informationsverarbeitung sowie deren Bedeutung und Wirkung im Zusammenleben der Tiere. Dabei werden unterschiedliche Methoden der Schallaufzeichnung und -analyse verwendet. Lautmerkmale können in der Evolutionsbiologie Hinweis auf Verwandtschaftsgrade geben und in der Verhaltensforschung auf Verhaltensweisen.

Der Begriff Bioakustik, 1942 und 1946 durch Albrecht Faber eingeführt, etablierte sich in den 1950er Jahren. 1956 wurde anlässlich einer internationalen Konferenz an der Pennsylvania State University das International Committee on Biological Acoustics gegründet. Es sollte der Koordination dienen und zentrale Archive und Austauschmöglichkeiten schaffen.

Die Lauterzeugung bei Tieren erfolgt mit verschiedenen Körperteilen.

Insekten erzeugen Laute durch die Frequenz des Flügelschlages beim Fliegen, durch Trommeln mit harten Skelettteilen auf die Unterlage oder mit speziellen Tymbalorganen. Zudem können viele Arten hörbare Laute und Ultraschall durch Stridulation, das Aneinanderreiben von Teilen ihres Chitinpanzers, erzeugen.

Vögel haben Stimmbänder, erzeugen aber auch anders Laute, wie die Spechte, die mit dem Schnabel trommeln.

Fische trommeln mit der Schwimmblase durch synchrone Kontraktionen der Trommelmuskeln.

Amphibien, wie Froschlurche können Laute im Kehlkopf (Tracheolarynx) erzeugen und haben zur Lautverstärkung Schallblasen.

Die meisten Wirbeltiere mit Luftatmung nutzen ihr Atmungssystem zur Lautbildung, ähnlich der menschlichen Lautbildung.

(zitiert aus Wikipedia, besten Dank)

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Als Field Recording bezeichnet man die Aufzeichnung von nicht eigens erzeugten Klängen, natürlichen Schallereignissen oder vorgefundener Klanglandschaften außerhalb eines Tonstudios. Im engeren Sinne sind hier insbesondere Aufnahmen von Natur- beziehungsweise Umgebungsgeräuschen gemeint, die mithilfe portabler Aufnahmegeräte realisiert werden. Dies waren im 20. Jahrhundert zumeist analoge Tonbandgeräte, später Kassettenrekorder. Heute werden zumeist digitale Geräte verwendet, etwa Voice-Recorder, Laptops mit externem Bediengerät und geeigneter Software, oder dedizierte Field Recorder. Der Bereich des Field Recordings ist eng verbunden mit der technischen Phonographie, in Anlehnung an die Fotografie wird dieser Begriff daher manchmal auch synonym gebraucht. Feldaufnahmen unterscheiden sich von Aufnahmen im Studio vor allem durch den Ursprung und die Natur des Klangmaterials, durch die Technik, die äußeren Bedingungen und das Equipment.

(zitiert aus Wikipedia, Danke)

Zurück zu Son Alegre und unserem Weinberg. Wir behaupten nicht, dass die Klanglandschaften oder Geräuschwelt auf Son Alegre unseren Wein machen oder beeinflussen, aber wir sind sicher, dass es eine Wirkung und gegenseitige Beeinflussung von Allem auf Alles gibt. Die biophonen Klangspektren und der bioakustische Soundprint unseres Weinguts sind einzigartig, unterschiedlich, individuell und wirken auf unsere Weinstöcke und somit auf unsere Reben in einer ganz besonderen und außergewöhnlichen Weise, ebenso wie das unser Boden tut, der genauso einzigartig ist, wie auch die speziellen meteorologischen Bedingungen unseres Landes, genauso wie unsere ökologischen landwirtschaftlichen Praktiken und unser gesamter biodynamischer Ansatz in der Landwirtschaft. Die Geräuschwelt und der Klang machen nicht unseren Wein, aber ganz ohne Zweifel wären die Son Alegre Weine anders, wenn die Bedingungen, akustisch oder anderweitig, unter denen sie produziert werden, andersartig sein würden. Unsere Weine sind einzigartig, Punktum.

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Omnis est sonus. Alles ist Klang.

Hinweis:

Die graphischen Spektrogramm-Abbildungen wurden aus dem Internet geborgt; das Copyright liegt bei www.dradiowissen.de und www.soundstudiesblog.com. Diese grafischen Bilder stellen nicht die Klanglandschaften unserer Finca bei Son Alegre oder ihres akustischen DNS dar. Die fotografischen Bilder wurden von John Hinde auf unserem Weingut in Santanyí aufgenommen.

Tot és so.

Unsere fleissigen Ameisen

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Man neigt häufig dazu, die kleinen Dinge des Lebens zu übersehen, obwohl doch einige von ihnen von äußerster Wichtigkeit sein können. Ameisen, zum Beispiel.

Alle bekannten Ameisenarten sind in Staaten organisiert. Sie stellen die bedeutendste Gruppe eusozialer Insekten dar. Ameisenstaaten bestehen aus einigen hundert bis mehreren Millionen Individuen. Ameisenstaaten sind arbeitsteilig organisiert und besitzen immer wenigstens drei so genannte Kasten: Arbeiter, Weibchen (Königin) und Männchen. Im Gegensatz zu anderen staatenbildenden Hautflüglern sind bei Ameisen die Arbeiter grundsätzlich flügellos. Nur die geschlechtsreifen Weibchen und Männchen besitzen Flügel. Zur Paarung werden beflügelte Weibchen und Männchen aufgezogen, die den elterlichen Bau gleichzeitig in großen Schwärmen verlassen. Nach der Paarung sterben die Männchen, während die Weibchen die Flügel abwerfen (oder abbeißen) bzw. verlieren und neue, eigene Kolonien gründen oder in den elterlichen Bau zurückkehren, in dem dann mehrere Königinnen koexistieren.

Ameisen bilden eine große Vielzahl unterschiedlicher Lebensweisen aus, von nomadischen „Jägern“ über „Sammler“ und „Viehzüchter“ bis hin zu Arten, die Pilze als Nahrungsquelle kultivieren: die Blattschneiderameisen (Gattungen Attaund Acromyrmex). Einige Arten betreiben quasi Sklaverei, indem sie Ameisenlarven anderer Arten entführen und später für sich arbeiten lassen (beispielsweise Polyergus rufescens), oder Sozialparasitismus, indem die Weibchen in bestehende Staaten einer anderen Art einwandern und ihre Nachkommen von diesen aufziehen lassen (beispielsweise Anergates atratulus).

Ameisenstaaten beeinflussen ihre Umwelt nachhaltig. Sie tragen erheblich zur Umschichtung der oberen Erdschichten bei, unterstützen den Abbau pflanzlichen Materials, verbreiten Pflanzensamen oder regulieren als Räuber die Bestände anderer Arthropoden.

(Zitiert aus Wikipedia, Danke.)

Ameisen sind für unsere Ökosysteme unentbehrlich. Man sagt, dass es weltweit ungefähr 22.000 Ameisenarten gibt, von denen bislang lediglich etwa 12.500 Arten spezifiziert sind. Wir wissen nicht, wie viele davon auf Mallorca zu finden sind, aber es gibt genug von ihnen, wenn man sich nur die Mühe gibt, nach ihnen Ausschau zu halten. Es gibt jedenfalls mehr Ameisen auf dieser Insel Mallorca als Menschen, einschließlich der etwa 13.000.000 Besucher, die Mallorca jedes Jahr willkommen heisst. Hundertmal mehr. Es gibt wahrscheinlich mehr Ameisen nur auf Son Alegre allein, unserem Weingut, aber wir haben sie noch nicht alle zählen können.

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Unsere Ameisen arbeiten Tag für Tag auf unserem Land und in unserem Boden, das ganze Jahr über. Jetzt, nachdem die diesjährige Traubenernte abgeschlossen ist, kommen sie in neuen Schwung und bauen ihre Nester und jede Menge neuer Hügel. Weitgehend unterhalb der Erdoberfläche und dem menschlichen Auge verborgen, sind die Ameisenkolonien sehr komplex. Es gibt einfache Ameisennester von nur wenigen Tunneln und Kammern, aber es gibt auch weitaus umfassendere Systeme mit einer Vielzahl von Kammern in verschiedenen Größen und mit miteinander verbundenen Tunneln. Ameisen leben in Staaten von nur wenigen hundert Tieren (Dolichoderus quadripunctatus; Leptothorax) bis zu Staaten von über 20 Millionen Tieren.

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Die Umgebung eines Nestbaus wird von den Ameisen streng kontrolliert. Sie können verschiedene Eingänge öffnen und schließen, um mehr oder weniger Luftzirkulation zu bewirken. Die niedriger gelegenen Teile der Bauten sind in der Regel kühler als die höher gelegenen und Ameisen bewegen ihre Brut zwischen verschiedenen Teilen des Baus, wenn es in einem Bereich zu kühl, zu warm, zu nass oder zu trocken für die Larvæ wird. Deshalb ist es wichtig, ein Ameisennest nicht umzugraben oder es aus Neugierde zu öffnen oder zu beschädigen. Wir lassen unsere Ameisen einfach gewähren, ihre fleissige Arbeit zu verrichten und so unseren Boden zu lüften und organisches Material dorthin zu verteilen, wo es am meisten benötigt wird.

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Die Ameisen sind auch einer der vielen Gründe, weshalb wir unser Weingut nicht umpflügen. Es ist stets unser Anliegen, die Natur bestmöglich ungestört zu lassen. Je mehr wir die ganzheitliche Interaktion des Mikrokosmos unserer Reben und Pflanzen mit der einheimischen Flora, oft fälschlicherweise Unkraut genannt, respektieren, und ihre Interaktion mit einheimischen Insekten, Bienen, Ameisen, Käfern und anderen kleinsten Kreaturen, nicht zu vergessen den Marienkäfern, umso besser wachsen und gedeihen unsere Weintrauben in einer gesunden und kraftvollen Manier. Die Natur richtet immer alles in der bestmöglichen Weise.

Wir glauben wirklich, dass wir unser Land und unser ganzes Unternehmen Son Alegre nicht unterhalten könnten, wenn wir die gute Hilfe dieser kleinen Kreaturen, unserer treuen Freunde, der Ameisen, nicht hätten. Vielen Dank, ihr fleissigen Wesen.

Die Son Alegre Olivenernte

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Letzte Woche haben wir mit der diesjährigen Olivenernte von Son Alegre begonnen. Unsere mehr als tausend Olivenbäume der Arbequina-Gattung entwickeln sich recht gut, Danke für die Nachfrage. Die Bäume wurde im Jahr 2004 gepflanzt und sind seit nun fast zehn Jahren nicht mit Pestiziden, Insektiziden oder Herbiziden besprüht worden. Wir haben weder unser Land noch unsere Bäume mit wachstumsfördernden Substanzen wie z. B. Düngemitteln behandelt, seien sie nun synthetischer oder organischer Natur. Obwohl es uns erlaubt wäre, einige organische Schädlingsbekämpfungsmittel zu verwenden, verzichten wir auf solche Maßnahmen, weil wir die biologische Vielfalt unserer Olivenplantage, die wir im Laufe der Jahre so sorgfältig gepflegt und gefördert haben, nicht stören wollen. Mit Einsatz von organischen Insekten-abstoßenden Kaolin-Sprays würden wir zweifellos einen höheren Ernteertrag erzielen können, aber der Nachteil wäre ein Produkt von geringerer Qualität und das ist nicht das, wofür Son Alegre steht.

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Wir sind sehr eigen, was den Zeitpunkt der Ernte unserer Oliven betrifft. Wir ernten bereits kurz bevor alle Oliven ihre vollständige Reife erreicht haben. Wir folgen dabei stets der Prämisse von drei Farben von Oliven auf jedem Baum – grün, violett und schwarz – ehe wir die Oliven manuell ernten. Auf diese Weise wird die höchste Qualität unseres SILEO Nativen Olivenöls Extra gewährleistet. Wenn wir länger warten würden, dann würden wir vielleicht einen höheren Ertrag erzielen, aber auch ein Öl von deutlich geringerer Qualität erhalten.

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Um eine maximale Frische zu gewährleisten, liefern wir unsere Oliven stets am Tag der Ernte in der Ölmühle ab. Unsere Oliven sind in jedem Jahr die ersten der neuen Saison, die in der Ölmühle gepresst werden. Wir arbeiten dabei stets mit der Cooperativa Agrícola de Sant Bartomeu in Sóller zusammen, die für ihre sanfte Behandlung der Oliven bekannt ist und für ihre Ölproduktion von höchster Qualität.

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Aufgrund der klimatischen Bedingungen hat die Olivenproduktion auf Mallorca in diesem Jahr generell einen Rückgang an Menge erlitten, vor allem wegen des Ausbleibens von Niederschlägen das ganze Jahr über. Bei Son Alegre lag die Olivenernte um rund ein Drittel unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt haben wir in den letzten zehn Tagen 2.896 kg Oliven geerntet, was uns insgesamt 404 l Olivenöl mit einem Säuregehalt von nur 0,5% erbrachte. Dies wird für gerade mal 800 Flaschen SILEO Natives Olivenöl Extra von jeweils 500 ml reichen. Das Öl lagert nun in der Ölpresse in Sóller in einem Zustand der Ruhe, ehe die Abfüllung stattfinden wird, wahrscheinlich im Januar 2017.

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Bon profit.

 

Weinlese in Santanyí

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September ist immer ein etwas hektischer Monat für Son Alegre in Santanyí. September ist der Monat der Weinlese auf der Insel Mallorca. Je nach geografischer Lage und Rebsorte werden einige Traubensorten, vor allem die weißen wie z. B. Chardonnay, Macabeu, Malvasía und Giró, bereits in der zweiten Hälfte des Monats August geerntet.

In der Vergangenheit gab es zahlreiche Traubenernten im Gebiet von Santanyí. Während der 1880er Jahre wurden hier auf rund 580 cuarteradas (ca. 420 ha Bodenfläche) Trauben angebaut. Aber zwischen 1893 und 1898 zerstörte die Reblaus (Daktulosphaira vitifoliae), ein winziges saftsaugendes Insekt, praktisch die gesamte Weinfläche Mallorcas, einschließlich derjenigen in Santanyí. Son Alegre ist das erste und bisher einzige Weingut in der Gemeinde Santanyí seit fast 120 Jahren, das wieder Weintrauben anbaut.

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Auch wenn Mallorca in diesem Jahr ungewöhnlich trocken war mit kaum nennenswertem Regenfall in den letzten acht Monaten, verspricht 2016 dennoch ein gutes Jahr für den Wein hier auf Mallorca zu werden, sowohl in Bezug auf Quantität als auch auf Qualität. Unsere Trauben scheinen nicht allzu viel unter dem derzeitigen Wassermangel gelitten zu haben. Man kann vielleicht sogar der Meinung sein, dass der Mangel an Wasser die Qualität unserer Trauben eventuell sogar verbessert hat; sie sind zwar kleiner als üblich, aber wahrscheinlich von einer besseren Qualität. Hätte es mehr geregnet, hätten die Trauben wohl einen niedrigeren Zuckergehalt und auch eine geringere Konzentration an Aromen. Vielleicht mag dazu auch beigetragen, dass wir unseren Boden nie pflügen und somit der Erde nicht die Restfeuchtigkeit entziehen, die unter der Erdoberfläche vorhanden sein mag, wo die Mykorrhizae und andere Organismen eine wichtige Komponente der Struktur unseres Bodens, dessen Lebewesen und dessen chemischer Beschaffenheit bilden.

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Vor zehn Tagen begannen wir mit der diesjährigen Weinernte auf Son Alegre. Wir ernteten etwa 6.000 Kilogramm an weißen Trauben und denken, dass wir diese bis zum Frühjahr 2017 in etwa 5.000 Flaschen Son Alegre-Weißwein umwandeln können.

Unsere roten Rebsorten, wie z. B. Merlot, Syrah, Cabernet Sauvignon und Monastrell, werden voraussichtlich in Kürze, etwa zwischen Mitte und Ende September, geerntet werden, je nach ihrem Reifezustand und vorbehaltlich der Analyse ihres Zuckergehalts.

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Auch in diesem Jahr hat uns die Natur wieder mit einer wirklich guten Ernte belohnt, wie immer im Einklang mit unserem Land und unserer ökologischen Haltung. Wir sind gut bedient mit unserem Land und sind wirklich dankbar für das, was wir Jahr für Jahr auf unserem Land ernten können.

Son Alegre veranstaltet den Literaturwettbewerb für Kurzgeschichten „Amor a la terra“

Relat CurtSon Alegre ist stolz darauf, seinen neuen Literaturwettbewerb für Kurzgeschichten „Amor a la terra“ auszuschreiben. Die Präsentation des Wettbewerbs findet heute Abend um 20:00 Uhr in Can Taconer bei Calonge statt. Das Duo ToMa2Jazz aus Palma bietet Jazz auf Saxofon und Klarinette, unsere Freunde von der Folklore-Gruppe Mayoral aus Calonge tanzen den mallorquinischen Ball de Bot und die Calabruix-Tanzschule aus Llucmajor rundet den Abend mit ihren Darbietungen ab. Dazu gibt es ökologischen Son Alegre Wein und typisch mallorquinische Häppchen.

Der literarische Wettbewerb ist offen für alle Personen über 18 Jahren, die sich der Herausforderung stellen wollen, unabhängig von ihrer Nationalität, unter der Voraussetzung, dass die Kurzgeschichten in der katalanischen Sprache eingereicht werden. Der Preis ist mit einer Geldprämie von 1000 Euro sowie einer Veröffentlichung der Kurzgeschichte in Buchform ausgestattet. Bewerbungen können zwischen heute und dem 2. März 2017 eingereicht werden. Die genauen Bedingungen sind im folgenden PDF auf Katalanisch zu finden.

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Entdecken Sie SILEO, unser neues Natives Olivenöl Extra

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Son Alegre produziert mehr als nur ökologischen Wein.

Wir sind z. B. stolz darauf, dass wir im Jahr 2004 mehr als 1000 Olivenbäume der Olea europaea Gattung gepflanzt haben, die Oliven der Sorte Arbequina tragen. Das Olivenöl der Arbequina-Olive gilt als eines der besten der Welt für Konsistenz und Produktivität, als auch für die Qualität des Öls.

Unsere Olivenbäume werden unter ökologischen Bedingungen auf unserer Finca Son Alegre in der Nähe von Santanyí angebaut, dort, wo das Küstenhinterland auf die sanften Hügel der mallorquinischen Serra de Llevant trifft.

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Unsere sorgfältige und nachhaltige Art und Weise der Landwirtschaft folgt biodynamischen Prinzipien ohne jedweden Einsatz von Chemikalien oder nicht-organischen Düngern, was zwar zu einer geringeren Ausbeute führt, uns aber stets mit wirklich außergewöhnlicher Qualität belohnt. Aufgrund der meteorologischen Bedingungen konnten 2015 nur etwa 3800 kg Oliven gewonnen werden, was zu einem Ergebnis von nur 420 l Olivenöl führte (9,15 kg Oliven sind nötig, um einen einzigen Liter unseres Olivenöls zu gewinnen). Zum Glück führten all unsere Anstrengungen zu einem Premium-Produkt von außergewöhnlichem Charakter, bei einer nur begrenzten Menge.

Wir ernten unsere Oliven stets kurz vor dem Erreichen ihres Reifegrades. Wir ernten die Frucht manuell und, um eine maximale Frische zu gewährleisten, bringen unsere Oliven persönlich am Tag der Ernte zur Tafona (Ölmühle) nach Sóller, nur wenige Stunden nach der Ernte. Da wir noch nicht über unsere eigene Ölmühle verfügen, arbeiten wir eng mit der Cooperativa Agrícola de Sant Bartomeu in Sóller zusammen, die für ihren schonenden Umgang mit Oliven bekannt ist sowie für ihre Zuverlässigkeit in der Herstellung von Öl von hoher Qualität.

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Unser Öl wird ohne den Einsatz von Chemikalien durch High-Speed-Zentrifugalkraft aus den Oliven gewonnen. Das Ergebnis dieses Prozesses ist SILEO, ein Natives Olivenöl Extra (Oli d’Oliva Verge Extra) von wirklich höchster Qualität. Um die Stabilität zu verbessern, fügen wir unserer Ernte einen geringen Anteil an wilden Oliven (Olea oleaster) in einem Verhältnis von nicht mehr als 1,5% bei, was unserem Olivenöl eine leicht pikante Note verleiht.

Unsere Olivenplantage wird durch die Conselleria d’Agricultura, Medi Ambient i Territori, Teil des Govern de les Illes Balears, überwacht. Die Reinheit unserer Ölgewinnung wird durch das Institut de Qualitat Agroalimentaria de les Illes Balears (IQUA) und den Consell Regulador de la Denominació d’Origen Oli de Mallorca kontrolliert. Unser Öl ist als Oli de Mallorca Denominació d’Origen protegida gekennzeichnet.

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Vor der Abfüllung wird unser Olivenöl durch ein ENAC-Labor (Entidad Nacional de Acreditación) getestet. 2015 wurde für unser SILEO-Öl ein Säuregrad von 0,6% gemessen.

SILEO Natives Olivenöl Extra ist wegen seines cremigen, makellosen und leicht intensiven Aromas begehrt.

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In diesem Jahr wird SILEO Natives Olivenöl Extra in Flaschen von 500 ml angeboten. Nur 500 Flaschen sind erhältlich; es gibt nicht mehr. Die Natur hat es so gewollt.

Einer unserer wichtigsten Mitarbeiter im Weinbau ist der Marienkäfer

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Man mag sich darüber streiten, welches das wichtigste Tier, der wichtigste Vogel, das wichtigste Insekt, Käfer oder sonstiger lebender Organismus auf landwirtschaftlichen Flächen für den Weinbau, wie z. B. auf unserem Weingut Son Alegre in Santanyí (Mallorca), sein mag. Wohl kaum jemand wird Zweifel daran hegen, dass der Landwirt in seiner Arbeit nicht ohne die Honigbiene (Apis mellifera) auskommen könnte, ebensowenig wie ohne die Ameise (Formicidae) oder den gemeinen Regenwurm (Hormogastridae). Aber wenn wir ganz ehrlich sind, würden wir unser Geschäft, Trauben für unseren Wein anzubauen und dann daraus Wein zu keltern, nicht ausüben können, wenn es den Marienkäfer (Coccinellidae) nicht gäbe. Wirklich.

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Sehen Sie, auf einem Landgut wie dem unseren, wo der Boden unter biodynamischen Methoden bestellt wird und wo die Frucht, in unserem Fall die Weintraube, unter ökologischen Bedingungen angebaut wird, kommen zwangsläufig bestimmte Schädlinge wie Läuse, Motten, Parasiten oder ähnliches vor. Das ist sicher der Grund, weshalb die meisten Weinberge in Mallorca, oder auf jeden Fall sehr viele unserer Wettbewerber hier auf der Insel Insektenvernichtungsmittel, Pflanzenschutzmittel oder andere chemische Substanzen verwenden, um solch möglichen Befall und das damit verbundene Unheil zu bekämpfen.

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Wir stattdessen beschäftigen ein Heer von Marienkäfern oder, wie wir sie hier nennen, Mariquitas (auf Spanisch) oder Marietes (auf Katalanisch). Unsere kleinen Helfer fressen in der Tat all diese schädlichen Schädlinge, oder besser gesagt, essen deren Eier, bevor sie überhaupt schlüpfen. Jede einzelne Marieta kann bis zu 200 Eier von kleinen Läusen, Motten oder anderen Parasiten fressen. Das sind 200 Eier pro Tag, stellen Sie sich das bitte einmal vor. Nehmen Sie bloss einmal eine Zahl von 1000 Marienkäfern auf unserem Weingut an und Sie kommen auf gut 200.000 ungeborene Läuse oder Parasiten, Tag für Tag. Kein Wunder, dass es unseren Reben so gut ging in diesem Jahr; wir können wirklich nicht klagen. Der Marienkäfer kann nämlich kaum überleben, wenn man das Land, den Boden und die Pflanzen mit Pestiziden, Insektiziden oder Pflanzenschutzmitteln besprüht.

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Weitere Informationen über unsere Art, den Boden zu bestellen, sowie über unsere aktuellen Weine finden Sie auf unserer Website, Vinya Son Alegre. Sie ist auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Katalanisch erstellt; bald kommt auch noch Französisch hinzu (Russisch vielleicht ein bisschen später). Sie dürfen uns gerne glauben, es ist eine ganze Menge Arbeit, eine Website gleichzeitig in vier oder fünf Sprachen zu verfassen, aber da sieht man mal. Unsere kleinen Marienkäfern beschweren sich nie. Deshalb machen wir besser auch nicht so viel Aufhebens um unsere Website und verzichten mal darauf, uns gross zu beklagen.

¡Salut!

Unser Roca Fesa 2015 Rosé ist vielleicht der beste Bio-Roséwein, den wir je erzeugt haben.

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Wir sind stolz auf unseren neuen Bio-Roséwein Roca Fesa 2015, der der beste Roséwein sein dürfte, die wir je gemacht haben.

Der Roca Fesa 2015 Bio-Roséwein ist eine Coupage aus unseren Cabernet Sauvignon- und Merlot-Trauben mit einem geringen Anteil von Weintrauben der Syrah-Sorte. Alle unsere Trauben wurden in der dritten Woche des Septembers letzten Jahres auf unserem Weingut Son Alegre in der Nähe von Santanyí im Südosten von Mallorca von Hand geerntet und zu unserem nun eigenen Weinkeller im Ort Calonge gebracht. Das Son Alegre Weingut genießt den moderierenden Einfluss der Serra de Llevant-Bergkette auf das örtliche Klima und profitiert von den besonderen thermischen Bedingungen des Küstengebiets mit seinem sanften und kühlen, thermischen Wind, den wir Einheimischen Embat nennen.

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Obwohl wir unsere Weine des Jahrgangs 2015 nun in unserer eigenen Bodega keltern, tun wir das doch auch weiterhin mit unserem treuen, bisherigen Önologen, Luis Armero González. So war er auch für das Keltern unseres Roca Fesa 2015 Roséweins verantwortlich. Die Weinherstellung wurde unter seiner Aufsicht bei einer kontrollierten Temperatur von zwischen 15 und 18° C während des Fermentationsprozesses und mit einer Mazeration von 21 Tagen durchgeführt. Die Gärung erfolgte in Edelstahltanks . Der Alterungsprozess geschah über einen Zeitraum von acht Monaten in Tanks und weiteren fünf Wochen in der Flasche.

Merlot

Der Wein wurde im Mai 2016 nach einer minimalen Klärung in Flaschen abgefüllt. In diesem Jahr beträgt der Alkoholgehalt unseres Roséweins 13% Vol. Lediglich 5.000 Flaschen konnten produziert werden. Wenn Sie ein kleines Weingut haben wie wir, kann ein hoher Ausstoß nicht wirklich ein vordringliches Ziel sein. Wir sind schließlich keine Weinfabrik. Qualität kommt vor Quantität. Ihre Zunge dürfte unsere Überzeugung wahrscheinlich bestätigen.

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Der Roca Fesa 2015 Roséwein wird am besten gekühlt bei einer Temperatur von zwischen 6 und 9º C serviert und eignet sich hervorragend für die heißen Tage unserer mallorquinischen Sommer.

Das Bild für dieses Weinetikett wurde von Llorenç Vidal Lledó aus Santanyí gemalt. Danke, Garrit.